Bezirksorganisation Horn

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Fordern 6. Urlaubswoche für ArbeitnehmerInnen

„Von einzelnen schulautonomen Tagen zu mehr zusammenhängenden Ferienzeiten – aber die Eltern haben weiterhin fünf Wochen Urlaub und es gibt zu wenige Betreuungsangebote für die Kinder, wenn Eltern berufstätig sind und arbeiten müssen“, fasst SPÖ NÖ Landesparteivorsitzender LH-Stellvertreter Franz Schnabl die neue Regelung für die Herbstferien zusammen. Er fordert eine sechste Urlaubswoche für ArbeitnehmerInnen, damit einerseits Betreuungspflichten besser bewerkstelligt werden können und damit auch ArbeitnehmerInnen von der guten Konjunktur profitieren und es einen fairen Ausgleich der Interessenslagen geben kann.

Die Regelung für die Herbstferien soll spätestens mit dem Schuljahr 2020/21 in Kraft treten – für 2019/20 soll es eine Übergangsregelung geben. Schnabl fordert hier rasch entsprechende Regelungen: „Viele Eltern müssen frühzeitig ihre Urlaube planen. Wenn es nicht umgehend Klarheit gibt, werden sie vor organisatorische Hürden gestellt, die möglicherweise nicht so leicht zu überwinden sind. Nicht jeder hat Großeltern oder Freunde, die bei der Kinderbetreuung einspringen können.“ Wenn Eltern keine Urlaubstage bekommen, müssten mühevoll neue Betreuungsmöglichkeiten organisiert werden, weiß Schnabl: „Da ist dann auch keine gemeinsame Erholung möglich!“

Deshalb erwartet sich der SPÖ NÖ Landesparteivorsitzende begleitend zur Einführung der Herbstferien ein starkes Engagement von Schwarz-Blau, was die Kinderbetreuung betrifft. „Auch die Bundesländer sind hier in die Pflicht zu nehmen“, erklärt Schnabl: „Die Kinderbetreuungseinrichtungen müssen zügig ausgebaut werden und auch an den Nachmittagen kostenfrei sein – ein pädagogisch-qualitätsvolles Kinderbetreuungsangebot ist notwendig. Die Kosten dafür dürfen nicht auf die Gemeinden oder gar auf die Eltern abgewälzt werden. Es kann nicht sein, dass die Tourismuswirtschaft jubeln darf, während die anderen nicht wissen, wie sie Familie und Beruf unter einen Hut bringen können und viel Geld für die Kinderbetreuung ausgeben müssen.“

Schwarz-Blau beschließe Gesetze für eine 60-Stunden-Arbeitswoche, aber mache es Eltern, die arbeiten müssen, schwer, ihre Kinder gut aufgehoben zu wissen: „Es ist an der Zeit, Eltern mit Betreuungspflichten endlich finanziell und organisatorisch zu entlasten. Wir brauchen flächendeckend flexible und kostenfreie Kinderbetreuungseinrichtungen – auch am Nachmittag“, erklärt Schnabl: „Wir fordern, endlich die sogenannten VIF-Kriterien, den Vereinbarkeitsfaktor für Familie und Beruf, ernst zu nehmen und eine Öffnungszeit der Kinderbetreuungseinrichtungen von mindestens 47 Wochen umzusetzen.“